Sturm Ingrid bringt extremes Winterwetter

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Spanien wird dieses Wochenende von einem schweren Wintersturm namens Ingrid heimgesucht. Es handelt sich um eine sogenannte explosive Zyklogenese, ein Wetterphänomen, bei dem sich ein Tiefdruckgebiet innerhalb kürzester Zeit stark vertieft und dadurch in weiten Teilen des Landes extremes Wetter verursacht. Der spanische Wetterdienst AEMET hat eine offizielle Warnung herausgegeben.

Obwohl der Sturm Ingrid nicht direkt über Spanien hinwegzieht, werden die Auswirkungen deutlich zu spüren sein. Vor allem für Freitag (23.01.2026) und Samstag wird schlechtes Wetter mit viel Regen, sehr starken Winden und stürmischer See erwartet. Die Wetterlage entsteht durch einen starken Jetstream über dem Atlantik, der kalte Luft aus dem Norden nach Süden drückt.

Eine der auffälligsten Folgen ist der starke Rückgang der Schneefallgrenze. Im Norden und Westen Spaniens kann es bereits ab 500 bis 800 Metern schneien. Auch in den Bergregionen im Landesinneren wird Schnee erwartet, was zu gefährlichen Verkehrsbedingungen führen kann.

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Entlang der Küste werden die schwersten Bedingungen in Galicien und an der Nordwestküste erwartet. Dort warnt der spanische Wetterdienst AEMET vor sehr hohen Wellen, die lokal mehr als neun Meter erreichen können. Auch der Wind kann dort stürmisch bis sehr stürmisch sein.

In vielen anderen Regionen werden ebenfalls starke Windböen erwartet. In weiten Teilen Spaniens können Windgeschwindigkeiten von über 80 Stundenkilometern erreicht werden, während in Bergregionen und offenen Ebenen Spitzenwerte von über 100 Stundenkilometern möglich sind. Dies kann zu umgestürzten Bäumen, Schäden und Verkehrsproblemen führen.

Auch das Landesinnere und Teile des Mittelmeerraums werden mit unbeständigem Wetter zu kämpfen haben, wenn auch weniger extrem als an der Atlantikküste. Die Balearen werden vor allem mit Regen und starkem Wind zu kämpfen haben, bleiben aber weitgehend von den schlimmsten Unwettern verschont.

Auch für die Kanarischen Inseln wurde wegen starker Windböen auf fast allen Inseln eine gelbe Wetterwarnung ausgegeben. Im Gegensatz zum spanischen Festland sorgt der Sturm Ingrid hier nicht für viel Regen oder Schnee in den höher gelegenen Gebieten. Im Norden einiger Inseln kann es gelegentlich zu leichtem Regen kommen, der jedoch begrenzt und von kurzer Dauer ist.

Nach den aktuellen Vorhersagen hält das schlechte Wetter bis einschließlich Sonntag an. Danach wird Sturm Ingrid allmählich an Kraft verlieren, aber bis dahin wird empfohlen, die Wettervorhersage genau zu verfolgen und vorsichtig zu sein, insbesondere in Küsten- und Bergregionen.

Quelle: Agenturen